Samstag, 11. August 2012

Besuch

Anlässlich meines Wiegenfestes bekam ich Besuch von meiner Mutter. Es ist schön, einmal jemandem alles zeigen zu können.



In Rovaniemi ist gerade ein Erntefest. Es ist wie ein Stadtfest. Überall sind Stände, wo Essen und andere regionale Produkte angeboten werden. Auf einer Bühne gibt es Live-Musik.



Samstag, 4. August 2012

Neues vom Arctic Circle

Es ist nicht viel Neues passiert. Steffi fliegt morgen wieder nach Deutschland und ich werde dann noch 3 Wochen allein hier verbringen. Am nächsten Wochenende werden dann die meisten Studenten zum Semesterbeginn wieder kommen und dann wohne ich nicht mehr allein hier in Väylätie 60, sondern mit 200 jungen Leuten. Das wird bestimmt spannend.

Heute haben Steffi und ich den Weihnachtsmann besucht. Irgendwie sind wir vorher noch nicht dazu gekommen. Natürlich spricht der Weihnachtsmann Deutsch, sodass wir keine Kommunikationsprobleme hatten :-)


Montag, 30. Juli 2012

Trip to Ranua

Heute nahm uns Aija mit zu einem Überraschungsausflug. Wir sind zum Zoo nach Ranua gefahren. Dort gab es auf einer weitläufigen Waldfläche viele einheimische Tiere zu sehen. Wir machten uns auf den 2,5 km langen Rundweg und sahen sowohl aus Deutschland bekante Tiere, als auch typische Bewohner Finnlands, wie zum Beispiel Rentiere oder Elche.

Bereits auf der Autofahrt dorthin konnten wir zahlreiche Rentiere auf und neben der Straße bewundern. Jetzt ist mir klar, warum es in Finnland die meisten Unfälle mit diesen Tieren gibt.

Steffi, Aija und Aija's kleiner Begleiter Henri

Bei den vielen Eulen musste ich irgendwie an Harry Potter denken :-)

Diese Bären hatten es mir besonders angetan. Ich habe bestimmt eine halbe Stunde lang nur Fotos von den beiden gemacht.


Dieses Rentier war nicht auf der Straße, sondern im Gehege. Da konnte man es noch einmal so richtig von nahem betrachten.

Sonntag, 29. Juli 2012

Aus dem finnischen Alltag 3

Es sind mir in den letzten Tagen wieder Unterschiede im finnischen Alltag aufgefallen.

Es gibt in Rovaniemi mehrere öffentliche Plätze, wo die Bewohner ihre Teppiche waschen  und trocknen können. Da das Wetter in der letzten Woche überwiegend schön war, hat man viele Menschen und Teppiche an diesen Plätzen vorgefunden. In Deutschland würde man den Bewohner der Stadt wahrscheinlich nicht einfach so einen Platz und einen Wasseranschluss zur Verfügung stellen. Diese Plätze sind hier frei zugänglich und werden nicht überwacht.


Diese roten Stäbe findet man häufig in der Stadt und eben auch direkt vor unserer Wohnung und auf dem ganzen Gelände des Studentenwohnheims. Am Anfang habe ich mich noch sehr über diese Dinger gewundert, aber wenn man länger darüber nachdenkt, bekommt man eine Ahnung, wofür die Stäbe da sind.
Momentan lebe ich ja hier in der Dauerhelligkeit und da erfüllen die Stäbe keine Funktion. Wenn man sich aber vorstellt es ist Winter, es liegen fast 2 m Schnee und es ist dauerhaft dunkel, dann machen die Stäbe schon Sinn. Man kann damit die Wege erkennen und Hindernise, wie Baumstümpfe sind damit auch markiert.



Beim Einkaufen für mich als einzelne Person stoße ich immer wieder auf das Problem, dass ich keine kleinen Verpackungen von Dingen finde. Zum Beispiel kann man 2 kg geschnittenen Käse kaufen, aber keine 200 g. Es beginnt erst bei 500 g. Was will ich allein mit 500 g Käse? Man kann auch 5 kg Säcke mit Mehl oder Reis kaufen. Das kennt man aus Deutschland höchstens aus dem Großmarkt. Wenn man sich aber vergegenwärtigt, dass hier das Land sehr dünn besiedelt ist und manche Einwohner manchmal 100 km von der nächsten größeren Einkaufsmöglichkeit entfernt wohnen oder im Winter viele Ortschaften durch den vielen Schnee für längere Zeit von der Außenwelt abgeschnitten sein können, bekommt man eine Idee warum hier die Vorratswirtschaft eine ganz andere Bedeutung hat. 

Ausflug ins Freilichtmuseum

Heute haben wir das schöne Wetter genutzt und sind ins Freilichtmuseum gefahren. Es liegt 4 km vom Stadtzentrum Rovaniemis entfernt und zeigt, wie die Menschen hier im letzten Jahrhundert gelebt haben. Anders als bei uns haben die Menschen im Norden Finnlands fast ausschließlich von der Forstwirtschaft gelebt.

In einem weitläufigen Waldgebiet waren zahlreiche Hütten verteilt, in denen kleine Ausstellungen zu finden sind. Die Hütten sind zum Teil Originale, zum Teil nachgestellt. Manche Gebäude wurden sogar an anderen Orten abgebaut und dann auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut.


Die Küche der Holzfäller

Werkzeuge 

Eine Motorsäge,die von 2 Personen bedient werden muss.
Ofen im Flösserhaus


Ein alter Flossschlepper

Es war interessant, zu sehen, wie die Menschen früher diese harte Arbeit gemeistert haben. Man kommt schon ins Grübeln, wenn man sieht, wie der Alltag der Menschen früher aussah. Heute haben wir alle ein gutes Auskommen mit unserer Arbeit. Keiner muss hungern, auch wenn die Arbeit mal nicht so gut läuft. Jeder von uns göhnt sich auf seine Art hin und wieder etwas Luxus oder einfach mal etwas besonderes. Früher haben die Menschen tagtäglich hart gearbeitet und das nur um zu überleben. Um genug zu haben, um zu überleben.

Donnerstag, 26. Juli 2012

!NEU! Erreichbarkeit!!!

Ich weiß, das kommt jetzt etwas ungelegen, da ich meine Postadresse schon in die Welt gesetzt habe und nicht mehr alle so aktuell meinen Blog verfolgen, aber ich will es trotzdem versuchen!

Mir hat sich heute eine neue Möglichkeit ergeben, als ich erfahren hatte, dass POSTE RESTANTE in jedem finnischen Postamt möglich ist. Das bedeutet, dass man einfach seinen Namen, Poste restante und die PLZ und den Ort des Postamtes angibt und dann wird die Post im Postamt solange aufbewahrt, bis man sie abholt.

Momentan mache ich das in einem Postamt in der Stadt, aber es ist für mich immer ein Umweg dorthin zu fahren. Deshalb habe ich jetzt im Postamt im Weihnachtsmanndorf angefragt. Ich wurde dann zur obersten Postelfe geschickt. Es handelt sich dabei um eine sehr freundliche ältere Dame, die schon viele Jahre im Postamt arbeitet. Ich hat keinen Grund gesehen, warum ich meine Post nicht zu ihr schicken könnte. Jetzt geht meine Post also zum Hauptpostamt des Weihnachtsmannes. Die neue Adresse beginnt wieder mit meinem Namen, dann:

POSTE RESTANTE
Santa Claus Main Post Office
96930 NAPAPIIRI

Keine Sorge ich gehe auch immer noch zur alten Adresse und schaue nach Post. Nur nicht mehr so regelmäßig. Es ist mit der neuen Adresse deutlich einfacher :-)

Sonntag, 22. Juli 2012

Arktikum

Von Aija bekamen wir nicht nur ein Freiticket für den Santa Park, sondern auch für das Artikum. Es handelt sich dabei um ein Wissenschaftszentrum und Museum über Lappland und die Arktik. Es gehört zu den größten Attraktionen von Rovaniemi und viele Besucher im Weihnachtsmanndorf erkunden sich danach.


Die Architektur ist sehr gelungen und macht es zu etwas besonderem. Die Ausstellungen waren mal interessant, mal weniger spannend. Es gab viele Sachen zum mitmachen und jeder drückt gern irgendwelche Knöpfe und freut sich wenn Läpchen aufleuchten, bevor man sich überhaupt durchliest, worum es geht.



Zu den Hauptthemen dort gehörten: Ökologie, Flora, Fauna und Gesteine. Natürlich gab es auch eine Ausstellung über das Leben der Samen (Volk im Norden Skandinaviens) und leider nur ein kleiner Teil Geschichte.